Das Grillfest

Oder in einem ersten Satz:

Scooby wurde mir entzogen.

Nicht etwa wegen echter Gefährdung, sondern weil ich – so die amtliche Meinung – nicht in der Lage sei, meinen Hund zu versorgen.

Versteht mich nicht falsch: Ich habe Verständnis für nachbarschaftliche Sorgen.

Aber Verständnis für diese Maßnahme?

Ganz sicher nicht.

Denn wie es halt so läuft in der Verwaltung:

Es braucht keinen Beweis, keine Verhältnismäßigkeit, keinen Kontext.

Ein fehlender Napf reicht.

Genauer gesagt: ein leerer Wassernapf auf einem Formular.

Herzlichen Glückwunsch, Deutschland – du hast es mal wieder geschafft, dich selbst zu parodieren.

Und ja, nichts passiert ohne Grund.

Aber diesen Grund zu nennen, ist leider an Lächerlichkeit nicht zu übertreffen.

Aber warum passieren solche Dinge überhaupt?

Was animiert Nachbarn dazu, gegen jemanden vorzugehen?

Und lassen wir die Baseballschläger-Geschichte aus früheren Jahren bitte diesmal im Schrank – auch wenn sie regelmäßig herausgekramt wird, wenn man gerade nichts anderes hat.

Warum fliegt eine Flasche aus dem Fenster?

Vielleicht, um der Dauerübertreibung und den falschen Maßregelungen mal gezielt eine Portion Untertreibung entgegenzustellen.

Also hier jetzt mein wasserfestes Problem:

Behörden und der Führerschein – das ist so ein Kapitel für sich.

Liebe Nachbarn:

Diesmal geht’s nicht um „den Kranken von oben“, sondern um den Mann, der tatsächlich mehrere Führerscheine gemacht hat:

Autoführerschein. Motorradführerschein. Hundeführerschein!

Wäre die Nummer mit dem Hund wirklich so dramatisch gewesen, hätte man doch da angesetzt, oder?

Aber stattdessen meinte einer der Behördenbesucher ganz nebenbei:

„Da ist wohl einiges an Ungerechtigkeit gelaufen.“

Daraufhin bin ich übrigens freiwillig – ja, freiwillig! – in Absprache zum Betreuungsgericht gestiefelt.

Kommen wir zurück zum Führerschein:

Abgegeben im Januar 2024.

Dummer Fehler, ja.

In kurzer Zeit acht Punkte gesammelt.

Bäm. Scheiße.

Aber: Es waren alles 1er- und 2er-Vergehen – Ordnungswidrigkeiten.

Keine Alkoholfahrt. Keine rote Ampel bei 90. Kein Crash auf dem Zebrastreifen.

Der Gesetzgeber sieht dafür eine Mindestsperre von sechs Monaten vor.

So weit, so verkraftbar.

Doch dann – man reibt sich die Ohren – wird mir am Telefon ein Verstoß gegen das BtMG (Betäubungsmittelgesetz) unterstellt.

Wie bitte?!

Ich habe keine Ahnung, wo ich überhaupt Drogen herbekommen soll.

Und: Schriftlich kam da nie etwas.

Kein Bescheid. Keine Anzeige. Kein Test. Kein Ergebnis. Nichts.

Aber anscheinend reicht es inzwischen, dass jemand bei der Führerscheinstelle das Wort „Substanz“ lallt – schon darf man sich erklären.

Oder schämen.

Oder beides.

Und genau das ist der Punkt:

Diese Behördenwillkür, dieses windige Konstrukt aus Unterstellung, Gerücht und Dienststempel – das ist es, was wütend macht.

Man trägt seine Strafe.

Man läuft monatelang zu Fuß.

Und dann unterstellt man einem zusätzlich irgendwas aus der Rubrik Fiktionalstraftat.

Genauso wie die Baseballschläger-Sache – die nichts mit meiner Glasscheibe zu tun hatte.

Aber sie passt halt gut ins Bild.

So wie der Führerscheinentzug, der bis heute rumschwirrt, obwohl nichts – wirklich nichts – an Alkohol oder Drogen im Spiel war.

Seit ich den Lappen damals zurückbekam, war:

Ruhig. Sauber. Unauffällig.

Man lernt dazu!

Ich sagte ja bereits:

Seit dem April sehe ich klar.

Und meine Vermutung werde ich in aller Deutlichkeit äußern.

Grüße an den ehemaligen Personalchef.

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