Wer ist Aaron B. Sylva?
Ein Neuanfang mit altem Gesicht
Eigentlich heiße ich ganz anders. Und eigentlich kennen mich viele in Deutschland sogar unter meinem echten Namen. Warum also plötzlich dieser neue Name – „Aaron B. Sylva“?
Vielleicht fange ich einfach mal vorne an.
Ich bin 52 Jahre alt, Vater von vier wundervollen Kindern, zweimal geschieden, gelegentlich rauche ich wie ein Schlot, und seit 2022 bin ich Single – nicht unbedingt aus Überzeugung, aber doch inzwischen mit Überlebenswillen.
Jahrelang war ich bei einem großen japanischen Konzern tätig. Ich habe dort fast alle Abteilungen einmal von innen gesehen – bis ich schließlich die Königin der Reissorten kennenlernte. Beruflich wie privat war das ein Hoch – bis ich ohne Fallschirm aus dem Hochhaus sprang. Gekündigt. Radikal. Warum? Das ist für diesen Moment gar nicht so wichtig.
Der Name – ein kleiner Schutzschild
„AaronB“ – das klingt ein bisschen nach R&B, also Rhythm and Blues. Und das war auch die Idee, als ich meinen YouTube-Kanal ins Leben rief, auf dem ich KI-generierte Songs veröffentliche. Kunst statt Kommerz. Gefühl statt Fassade.
„Sylva“ war einfach ein Nachname, der mir gefallen hat – ein bisschen geheimnisvoll, aber doch offen genug für alle Möglichkeiten.
Natürlich spielte auch Scham eine Rolle. Nach meinem beruflichen Scheitern war ich nicht mehr bereit, überall mit meinem realen Namen aufzutauchen. Nicht, weil ich etwas zu verbergen hätte – sondern weil ich mir selbst erst wieder Mut machen musste. Das Netz ist ohnehin voller Pseudonyme, Fake-Profile, Künstlernamen. Ich habe einfach meinen eigenen Weg gesucht.
Und jetzt?
Jetzt will ich mich nicht mehr verstecken.
Freundschaften – sowohl digital als auch analog – sind rar geworden. Vieles ist abgebrochen, manches einfach versandet. Und ich weiß, dass auch ich nicht immer der Einfachste war. Wer will schon ständig Leidensgeschichten hören?
Aber: Menschen in existenzieller Not sind nicht immer in der Lage, souverän zu bleiben. Sie schaffen es oft nicht, ständig den ersten Schritt zu machen. Und genau deshalb mache ich ihn jetzt.
Ich komme zurück aus der Versenkung. Nicht mit Pauken und Trompeten. Sondern mit einem Blog, mit Musik, mit Gedanken, mit Geschichten. Vielleicht sogar mit dem ein oder anderen Bier im Club – irgendwann.
Und zum Schluss?
Mein Name ist Volkmar Schilgen.
Ich bin kein Monster.
Ich bin auch nicht perfekt.
Aber ich bin da.
Und ich würde mich freuen, von dir zu hören.

